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Die Bedeutung des Erdmagnetfeldes
Die Erde ist wie ein riesiger Magnet, der die Kompassnadeln auf der ganzen Welt gewissermaßen zwingt, sich nach seinen Feldlinien auszurichten. Das natürliche Magnetfeld der Erde wird zu mehr als 95% tief im Erdinneren erzeugt. Verantwortlich dafür sind Bewegungen elektrisch leitender Materie im flüssigen äußeren Erdkern, d.h. in mehr als 2.900 km Tiefe. Da sich der äußere Kern der Erde schneller als ihr Mantel um die Erdkruste dreht, entsteht wie bei einem Generator dauernd elektrischer Strom, der das Magnetfeld der Erde aufbaut.
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Um die Wirkung eines Magnetfelds zu beschreiben,
reicht die reine Feldstärke (Stärke des Magnetfelds) nicht aus.
Sie muss vielmehr mit der Materialeigenschaft multipliziert werden und ist als Flussdichte mit der Einheit „Tesla" (T) definiert.
Betrug das Erdmagnetfeld vor einigen Tausend Jahren noch stolze 200 µT (Mikro-Tesla), so bietet es heute im Mittel gerade noch knappe 50 µT auf. Vor 200 Jahren waren es ungefähr 100 µT.
Im Vergleich dazu erzeugt beispielsweise ein Stahlbetonbau ein statisches Feld von mehr als 50 µT!
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Der Einfluss vom Erdmagnetfeld auf Lebewesen
Obwohl das natürliche Magnetfeld der Erde nur sehr schwach ist, beeinflusst es dennoch viele biologische Vorgänge. So verfügen viele Tiere über winzige Magnetitkristalle, die ihnen die Orientierung und Navigation in unbekanntem Gebiet erlaubt. Bei Brieftauben befinden sich diese Magnetitkristalle z.B. im Schnabel.
Doch nicht nur Vögel besitzen diese Magnetitkristalle. Inzwischen wurden sie unter anderem auch bei Kolibakterien, Bienen, Schmetterlingen, Fischen, Fledermäusen, Reptilien, Walen etc. nachgewiesen.
Das menschliche Gehirn allerdings verfügt nur über winzige Mengen dieser Magnetitkristalle. Diese scheinen gerade noch dafür geeignet zu sein, das Phänomen der Wetterfühligkeit erklärbar zu machen...
Versuche mit Mäusen in einem abgeschirmten Raum mit minimaler Feldstärke von 0 bis 100 nT (Nano-Tesla; 1 mT = 1.000 nT) belegen die biologische Abhängigkeit aller lebenden Organismen vom Erdmagnetfeld: Nach einem viermonatigen Aufenthalt wurde im Vergleich zu „normal" lebenden Mäusen ein beschleunigter Altersprozess, eine zunehmende Tumorbildung, pathologische Veränderungen der Leber, der Leukozyten, der Niere und Blase und eine insgesamt erhöhte Sterblichkeit beobachtet. Werden Menschen solchen Umständen ausgesetzt, kommt es zu einer starken Abnahme der Flimmerverschmelzungsfrequenz. Unter normalen Umständen sind wir dazu fähig, 14 Einzelbilder pro Sekunde zu erkennen. Unter der Abschirmung sind wir dagegen nur noch imstande, 8 Bilder/Sekunde getrennt wahrzunehmen!
Was heißt das nun konkret? Nun, die Flimmerverschmelzungsfrequenz ist ein guter, zuverlässiger Maßstab in Bezug auf die Verarbeitungsfähigkeit von Außenreizen. Und ein Indikator für unsere nervliche Belastbarkeit.
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Durch die Weltraumfahrt mussten sich die Wissenschaftler mit den Einflüssen des Magnetismus auf den menschlichen Organismus verstärkt auseinandersetzen, da die Raumfahrer ohne den Einfluß des Erdmagnetfeldes mit osteoporotischen Veränderungen, depressiv und wahrnehmungsgestört zur Erde zurückkamen. So werden beispielsweise die Raumanzüge und Weltraumkapseln heutzutage mit erdähnlichen Magnetfeldern ausgestattet, da die früheren Astronauten allzu kraft- und energielos zur Erde zurückkehrten
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Ferromagnetische und diamagnetische Stoffe, sowie Strahlungen können den Verlauf eines Magnetfeldes stark verändern. Seit vor ca. 100 Jahren die Funktechnik entdeckt und weitere entwickelt wurden, belasten künstliche elektrische und elektromagnetische Felder (entsprechend ihrer Stärke und Wellenform) in zunehmenden Maß die Atmosphäre und das Erdmagnetfeld.
Jede Störung im Erdmagnetfeld verursacht auch eine Störung oder Veränderung im normalen Energiefluss innerhalb des Erdmagnetfeldes.
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